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  • A8 L
    A8 L
    Preis: ab 111'970.00 CHF** z.B. mtl. 1'427.40 CHF (mit Privatleasing)

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 7.9–5.6 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 181–148 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ2
    SQ2
    Preis: ab 53'960.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 7.2–7.0 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 163–159 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ5 TDI
    SQ5 TDI
    Preis: ab 78'400.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 6.8–6.6 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 177–172 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ7 TDI
    SQ7 TDI

    Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,6-7,2 l/100km

    CO2-Emissionen kombiniert: 199-189 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi SQ7 bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

Kenia zahlt mobil

Für den Rest der Welt ist er eine Revolution, für Kenianer Alltag: Der Geldtransfer von Mobiltelefon zu Mobiltelefon.

Text: Anja Bengelstorff, Foto: Matthias Ziegler

Skyline von Nairobi: Das mobile Bezahlsystem M-Pesa hat das Leben in Kenia revolutioniert.

Bonface Nyagah ist Familienvater und Angestellter in Nairobi. Seine Brieftasche ist schon seit langem leer: Sein Geld verwahrt er in seinem Handy. Wie er haben sich die meisten Kenianer abgewöhnt, Bargeld bei sich zu tragen. An den Geschäften hängen grüne Schilder mit sechsstelligen Nummern. Es sind die Schilder, die markieren, dass hier der bargeldlose M-Pesa-Service angeboten wird, ein Geldtransfer-Dienst, der von Mobiltelefon zu Mobiltelefon funktioniert und vom kenianischen Mobilfunkanbieter Safaricom betrieben wird. M steht für mobil, Pesa bedeutet Geld in Kisuaheli, der neben Englisch zweiten Landessprache Kenias. Dank M-Pesa kann man das Friseurgeschäft im Stadtteil Umoja ebenso ohne Münzen oder Banknoten in der Tasche betreten wie die Apotheke. Praktisch kein Geschäft, Restaurant oder Händler kann es sich noch leisten, auf den M-Pesa-Service zu verzichten. Was 20 Millionen Kenianer inzwischen als selbstverständlich betrachten, ist für den Rest der Welt noch immer eine Revolution: Der Geldtransfer per Mobiltelefon.

M-Pesa ist nicht nur eine technologische, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Innovation. Früher trug man das Geld von der Stadt eigenhändig in Hosentaschen oder Koffern zu den Verwandten auf dem Land. Viele Start-ups auf dem Land wurden erst dank des Bezahlsystems M-Pesa möglich. Der Service könnte sogar das Ende der Korruption bedeuten: Schliesslich will kein Polizist, der Schmiergeld verlangt, Spuren im digitalen Bezahldienst hinterlassen. 90 Prozent aller staatlichen Dienstleistungen, etwa für Ausweisdokumente, können Kenianer nur noch mit mobilem Geld bezahlen. M-Pesa hat grundlegend verändert, wie die Menschen miteinander kommunizieren, denken und leben.

«Vierfünftel der Bevölkerung in Kenia verwenden als Zahlungsmittel M-Pesa, nur 31 Prozent nutzen Banken.»

Facts & Figures

Über

100’000

Geschäfte

bieten den bargeldlosen M-Pesa-Bezahldienst an.

Mehr als

20

Mio. Kunden

sind bei M-Pesa registriert.

Maximal

1000

Franken

darf ein Nutzer auf dem M-Pesa-Konto haben.