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  • A8 L
    A8 L
    Preis: ab 110'310.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 8.0–5.6 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 182–148 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • Q5
    Q5
    Preis: ab 49'060.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 7.2–4.9 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 164–129 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ5 TFSI
    SQ5 TFSI

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 8.5–8.3 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 195–189 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi SQ5 bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • SQ7 TDI
    SQ7 TDI
    Preis: ab 103'900.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,6-7,2 l/100km

    CO2-Emissionen kombiniert: 199-189 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi SQ7 bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • TTS Coupé
    TTS Coupé

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 7.3–6.7 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 168–155 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist das Audi TTS Coupé bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • TT RS Coupé
    TT RS Coupé

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 8.4–8.2 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 192–187 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist das Audi TT RS Coupé bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • TT RS Roadster
    TT RS Roadster

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 8.5–8.3 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 194–189 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi TT RS Roadster bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • A4 Avant g-tron
    A4 Avant g-tron

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 4.3–3.8 l/100 km CNG | Benzin 6,5–5,5 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 117–111 g/km CNG | Benzin 147–139 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi A4 Avant g-tron bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • A5 Sportback g-tron
    A5 Sportback g-tron

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 4.3–4.1 l/100 km CNG | Benzin 6,4–6,1 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 115–111 g/km CNG | Benzin 147–139 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi A5 Sportback g-tron bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • Audi g-tron Modelle

Der Innovationscoach

Der interdisziplinäre Thinktank W.I.R.E. erforscht die Folgen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft. Sein Gründer und Leiter, Stephan Sigrist, meint, beim technologischen Fortschritt sollte der Faktor Mensch wieder stärker im Fokus stehen.

Text: Brigitte Ulmer, Foto: Robert Huber

Leidenschaft macht den Unterschied

Das Audi Magazin: Sie beschäftigen sich von Berufes wegen mit Zukunftsszenarien. Was ist persönlich Ihre liebste Zukunftsvision?
Stephan Sigrist: Sie beinhaltet, dass ich die Freiheit und die Zeit habe, meinen beruflichen und privaten Interessen nachzugehen. Dabei spielt sicher auch Technologie, die mir den Alltag einfacher macht, eine Rolle. Wenn ich in Zukunft nicht mehr durch administrative Aufgaben abgelenkt wäre und Dinge auslagern könnte, die ich nicht gern tue, könnte ich mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen oder noch intensiver den wirklich wichtigen Fragen nachgehen, die Wirtschaft und Gesellschaft künftig prägen werden.
Assistenzsysteme bei Autos, Roboterstaubsauger, Übersetzungsprogramme: Die Technik nimmt dem Menschen heute schon viele Tätigkeiten ab. Überantworten wir bald unser Leben der Technologie?
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die die Zukunft in radikalen Science-Fiction-Szenarien gestalten möchten, sondern durch Lebenswelten, die für Menschen lebenswert sind. Es gilt, in Zukunft die Potenziale technologischer Veränderungen mit den Bedürfnissen der Menschen und der Gesellschaft zusammenzubringen.
Überfordert die Digitalisierung den Menschen? Oder findet er in ihr ein geniales Hilfsmittel, mit dem er über sich hinauswächst?
Zurzeit sind wir sehr stark von einer Zukunftsvorstellung geprägt, in der die Technologie die Rahmenbedingungen vorgibt und der Mensch sich anpasst. Das betraf in den letzten Jahren Arbeitsräume, die Mobilität und die Städteplanung. Man machte beispielsweise Städte autofreundlicher und vergass dabei den Menschen. In Zukunft wird es deshalb weniger darum gehen, das technisch Machbare zu realisieren, sondern darum, zu dem zurückkehren, was der Innovation zugrunde liegt: der Nutzen für den Menschen und die Gesellschaft. Bei der Plattform-Ökonomie, etwa Airbnb oder Uber, wurde zu stark auf den individuellen Mehrwert geachtet. Dabei hat man die Gesamtzusammenhänge, die Folgen für die Gesellschaft, vergessen.
Mobilität ist einer der Bereiche, die vor radikalen Veränderungen stehen. Welche Rolle wird das Auto Ihrer Meinung nach in Zukunft spielen?
Als Massenverkehrsmittel wird es kein zukunftsfähiges Konzept mehr sein. Wenn man das Auto aber als individuelles Fortbewegungsmittel betrachtet, das ausserdem einen Raum bietet, wo Menschen sich gegen aussen abkapseln können, dann wird es weiter bestehen. Denn Mobilität ist ein Grundrecht, das Wohlstand und individuelle Freiheit bewirkt hat. Die Möglichkeit, jederzeit von A nach B fahren zu können, will man sich wohl auch in Zukunft nicht nehmen lassen. Ich glaube allerdings nicht, dass wir einmal in identisch aussehenden Pods herumfahren werden. Solange es den Menschen gibt, spielt Status eine Rolle. Nur weil man dereinst autonom fahrende Fahrzeuge hat, soll man darauf verzichten? Das glaube ich nicht, im Gegenteil.

Stephan Sigrist studierte Biochemie an der ETH Zürich und arbeitete in der medizinischen Forschung bei Hoffmann-La Roche und als Unternehmens­berater. 2008 gründete er den Thinktank W.I.R.E., der an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft forscht. Das Institut berät Unternehmen und öffentliche Institutionen, um ihre Innovationsfähigkeit zu stärken.

Zu Stephan Sigrist
Status, ein Urbedürfnis des Menschen, bleibt also ein Wirtschaftstreiber.
Absolut. Er ist eine Form der persönlichen Differenzierung. Autobauer könnten dies immer noch als grosses Potenzial nutzen, aber leider fand in den letzten Jahren eher eine Homogenisierung statt. Weil wir uns in einem stark auf Effizienz ausgerichteten Markt bewegen, ist Unternehmenslenkern oftmals der Mut abhandengekommen, in eine andere Richtung zu gehen.
Mit selbstlenkenden Autos ist ein Autofahren geplant, das sich radikal von dem unterscheidet, wie wir es heute kennen. Ein Versprechen für mehr Freiheit?
Ich denke, die Entwicklung wird letztendlich auf eine sehr differenzierte Mobilitätswelt hinauslaufen. Autonomes Fahren ist nur ein Innovationsfeld, und in der Innenstadt wird es wegen des extrem hohen Komplexitätsgrads für sehr lange Zeit nicht durchsetzbar sein. Für längere, speziell dafür reservierte Strecken, zum Beispiel auf einzelnen Autobahnspuren, ist das autonome Fahren realistisch. Weitergedacht, könnte man allerdings auch das Terrain nutzen, das bis jetzt für die Eisenbahn reserviert ist. Statt 100 000 Tonnen Stahl zu bewegen, könnten leichtere Pods herumfahren. Die grosse Frage aber ist auch da: Wird der Mensch, der sich das Recht auf individuelle Fortbewegung erkämpft hat, bereit sein, dieses Recht wieder aufzugeben? Im Mittelpunkt der künftigen Mobilität steht ein viel grösseres Modell, das unterschiedliche Verkehrsmittel vernetzt und das auch die Planung von Städten oder Arbeitsmodellen berücksichtigt. Konkret geht es nicht nur darum, Mobilität zu maximieren, sondern Immobilität zu ermöglichen. Beispielsweise durch die Gelegenheit, sich in der Gegend, wo man wohnt, mit den wichtigen Alltagsgütern zu versorgen, oder durch Arbeitsmodelle, die den Zwang des Pendelns reduzieren und einen Teil des Austauschs durch virtuelle Kommunikation erlauben.
Audi hat kürzlich mit Aicon bereits eine Studie eines autonom fahrenden Autos vorgelegt, das die Bedürfnisse des Fahrers kennt und gleichzeitig das Handeln der übrigen Verkehrsteilnehmer einbezieht. Wie schätzen Sie den Nutzen ein?
Das Konzept basiert auf der Hypothese, dass die Individualisierung über die Mensch- Maschine-Interaktion stattfindet. Die Maschine kennt mich, passt sich an. Vielleicht gibt es aber auch einen Punkt, wo ich will, dass sich die Technologie wieder abschaltet und mir die Kontrolle überlässt. Das berührt eine der Grundfragen: Wo ist man bereit, die Kontrolle an die Technik abzugeben, wie immersiv will man sie haben, und was ist der Nutzen, wenn man die eigenen Entscheidungen einem Algorithmus übergibt? Aber auch: Wie gut kann die Maschine meine persönlichen Bedürfnisse im Einzelfall überhaupt erkennen? Man kann nicht alles, was den Menschen ausmacht, quantifizieren. Die Bedürfnisse im Alltag lassen sich nur sehr bedingt mit Algorithmen vorhersehen.

«Der wirklichen Innovation liegt der Nutzen für die Menschen und die Gesellschaft zugrunde.»

Zur W.I.R.E App
Auch der Arbeitswelt werden massive Umwälzungen prophezeit.
Die Prognose, dass 60 Prozent aller Stellen verloren gehen, glaube ich nicht. Sicherlich werden standardisierte Dienste und Prozesse automatisiert. Auf dem Arbeitsmarkt sollten deshalb Kompetenzen gefördert werden, die nicht durch die Maschine konkurrenziert werden: das kritische Hinterfragen beispielsweise. Es werden neue Tätigkeiten hinzukommen, bei denen vermehrt Kreativität und Imaginationskraft gefragt sind. In Bereichen wie der Pflege und beispielsweise dem Garten, wo es darum geht, Dinge zu erkennen, kann die Arbeit nicht nur Algorithmen überlassen werden, sie haben noch grosse Mühe mit der Objekterkennung. Unglücklicherweise haben wir in den letzten Jahren viele Tätigkeiten immer weiter standardisiert und sie dadurch dem Risiko ausgesetzt, dass sie ersetzbar sind. Diese Tendenz gilt es umzudrehen und Menschen dort einzusetzen, wo es nicht um repetitive Prozesse geht.
Worin liegen denn heute aus Ihrer Sicht die Hauptaufgaben von Technologie und Forschung?
Dass sie den Faktor Mensch wieder stärker gewichten. Technologie liefert das Fundament, im Kern steht aber der Nutzen. Dies erfordert ein breiteres Verständnis von Innovation. Wir arbeiten gerade an einem neuen Papier mit dem Titel: «Die nächste Aufklärung». Die Antwort auf die neuen technologischen Grundlagen ist nicht primär noch mehr Technologie, sondern eine Anpassung der Kompetenzen der Menschen. Die Grundlage wäre eine neue Aufklärung, analog der ersten Aufklärung, als uns das rationale Denken von überholten Ideologien befreite. Wir erhalten immer mehr Möglichkeiten, unser Leben, die Welt zu gestalten. Allerdings müssen wir auch mit der steigenden Komplexität umgehen lernen, beispielsweise mit dem täglichen Zugriff auf immer mehr Daten, sodass viele Menschen zunehmend überfordert sind. Diese Aufklärung erfordert eine Stärkung der Eigenverantwortung, des kritischen Denkens, um die Zukunft zu gestalten und nicht einfach als Tsunami wahrzunehmen, den niemand beeinflussen kann. Im Kern geht es um eine kulturelle Transformation, die uns hilft, uns wieder aus einer neuen Unmündigkeit zu befreien: dem Glauben, dass die Maschine alles steuere.
Sind Sie dennoch optimistisch?
Durchaus. Solange wir künstliche Intelligenzen als Tools einsetzen, die uns helfen, besser zu entscheiden. Wir sollten uns aber nicht auf den Rücken legen und alles auslagern.