• A4 Avant g-tron
    A4 Avant g-tron

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 4.3–3.8 l/100 km CNG | Benzin 6,5–5,5 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 117–111 g/km CNG | Benzin 147–139 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi A4 Avant g-tron bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • A5 Sportback g-tron
    A5 Sportback g-tron

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 4.3–4.1 l/100 km CNG | Benzin 6,4–6,1 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 115–111 g/km CNG | Benzin 147–139 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi A5 Sportback g-tron bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • Audi g-tron Modelle

To Turin

Modular, intelligent, autonom und emissionsfrei unterwegs: Mit dem Konzept Pop.Up verlegt Italdesign zusammen mit Airbus den Verkehr der Zukunft in die Luft. Und das Ganze ist kaum mehr Fiction. Nur Science.

Text: Patrick Morda, Foto: Avrio Drone, Matthias Ziegler

Manchmal nehmen Geschichten, die von der Zukunft handeln, Anlauf in der Vergangenheit.

Ende des 19. Jahrhunderts verfasste Henry Adams, Philosoph und Historiker, seine Biografie. Die war gleichzeitig eine Art Bestandsaufnahme der damaligen Welt. In «Die Erziehung des Henry Adams» steht, er habe vier einstmals für unmöglich gehaltene Dinge Realität werden sehen – bevor er das zarte Alter von sechs Jahren erreicht hatte. Das waren der Ozeandampfer, die Eisenbahn, der Telegraf und die Daguerreotypie. Das Unmögliche, so schien es ihm, existierte schlichtweg nicht mehr.

Gut 120 Jahre Menschheits-, Kultur-, Wirtschafts- und Technologiegeschichte später lässt sich vielleicht noch viel mehr als zu Adams’ Zeiten festhalten: Es gibt nichts, was es nicht geben kann. Dabei sucht sich der Fortschritt immer dramatischere Möglichkeiten, und neue Nischen. Peter Thiel, einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Unternehmer der Gegenwart, hat es mal so erklärt: Es gibt zwei Arten von Fortschritt. Der eine verläuft horizontal. Basierend auf dem bereits Erreichten wird letztlich immer wieder dasselbe erreicht, im besten Fall ein Status quo erhalten. Wer aber durch Kombination von Alt und Neu etwas Einzigartiges kreiert, der generiert echten, vertikalen Fortschritt. Die Zutaten: Mut, radikale Ideen und eben Technologie. Zero-to-One-Moment nennt das Thiel. Womit wir bei Italdesign wären, und, wenn man so will, in der Zukunft.

Jörg Astalosch, 45

begann 1988 seine Karriere im Volkswagen Konzern. Er arbeitete in verschiedenen Rollen in Beschaffung und General Management. Ab 1999 war er für den CEO der Volkswagen AG tätig, ab 2002 für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Nach mehreren Stationen innerhalb der Gruppe wurde er im September 2015 CEO von Italdesign. Das Unternehmen liegt vor den Toren Turins, gehört seit 2010 zum Volkswagen Konzern und ist zusammen mit Ducati Teil der AUDI AG.

Entscheidend dabei ist der intermodale Ansatz.

Die Idee Pop.Up soll ein Allheilmittel darstellen. Dafür seien die Probleme der Metropolen im Detail zu unterschiedlich. «In London fahren heute täglich rund fünf Millionen Menschen mit der U-Bahn, aber es gibt auch über 20 Millionen Verkehrsbewegungen im Auto. Ein Grossteil davon ist Güterverkehr. Also könnte man diesen Baustein gezielt angehen. Dubai hat zum Beispiel stark mit klimatischen Bedingungen zu kämpfen. Die Hitze macht Elektroantrieb kompliziert, Flugsand und Staub behindern optische Sensoren, zum Beispiel von pilotierten oder autonomen Fahrzeugen. Wir müssen genau hinschauen und vor allem zuhören.»

Italdesign hatte bereits vor 35 Jahren die Idee «Capsula»

Ein Einheitschassis, je nach Bedarf vom Bus zum Krankenwagen oder Pkw trans­formierbar. Damals ging es noch nicht um die dritte Dimension, wohl aber um die Idee der Modularität und der maximalen Aus­nutzung von Raum. Warum sollte das eigentlich nicht gelingen? Wir alle bedienen uns der intermodalen Mobilität. Ständig. Die Geschäftsreise beginnt mit der Autofahrt zum Flughafen, von dort geht es im Flugzeug – meist per Autopilot – weiter. Einmal gelandet, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Meeting und zu Fuss zum Hotel. Und Fliegen im urbanen Raum? Gewaltige Maschinen graben Dutzende Kilometer lange Löcher durch die Erde, um Verkehr zu ermöglichen. Durch Berge und unter dem Meer. Weltraumtourismus ist en vogue. Warum sollte dann die dritte Dimension, die Verlagerung nach oben, so fantastisch sein? Wo doch die Komplexität viel geringer ist als auf den völlig überfüllten Strassen? Im frühen 20. Jahrhundert soll jemand gesagt haben, man könne alle Patentämter schliessen. Alles sei schon erfunden. Die Zukunft aber, das ist klar, wird nicht in der Zukunft gestaltet, sondern im Jetzt.