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  • A8 L
    A8 L
    Preis: ab 111'970.00 CHF** z.B. mtl. 1'427.40 CHF (mit Privatleasing)

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 7.9–5.6 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 181–148 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ2
    SQ2
    Preis: ab 53'960.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 7.2–7.0 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 163–159 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ5 TDI
    SQ5 TDI
    Preis: ab 78'400.00 CHF**

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 6.8–6.6 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 177–172 g/km

    **Preisangabe inklusive Premium-Bonus.

  • SQ7 TDI
    SQ7 TDI

    Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,6-7,2 l/100km

    CO2-Emissionen kombiniert: 199-189 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi SQ7 bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

Schritt für Schritt

Aus Schritten lässt sich Energie gewinnen. Die smarten Bodenplatten des Londoner Industriedesigners Laurence Kemball-Cook erzeugen aus der kinetischen Energie des Fussabdrucks Strom.

Text: Nadine Kaminski, Foto: Jeremy Liebman

Zur Rush Hour vibriert die Londoner U-Bahnstation Victoria Station wie ein Bienenstock. Als Laurence Kemball-Cook wieder einmal in den Menschenstrom eintauchte, hatte er eine Eingebung. Was, wenn sich aus diesen Bewegungen Energie gewinnen liesse? In seiner winzigen Wohnung begann der heute 30-jährige Industriedesigner an einer Technik zu tüfteln, mit der sich der Kraftaufwand des Fussabdrucks in Elektrizität umwandeln lässt. Tritt man auf die von ihm entwickelten Bodenplatten, setzt man einen Mechanismus in Gang, der pro Schritt etwa fünf Watt erzeugt. Schritte auf die Bodenplatten setzen ein Schwungrad im Inneren in Bewegung, das mithilfe eines Magnetfelds Strom erzeugt. In Fussgängerzonen, Einkaufszentren oder auf Flughäfen verlegt, sind sie der Bodenbelag für die Smart Cities von morgen.

«Wir wollen Pavegen irgendwann zum gleichen Preis an­bieten können wie reguläre Boden­platten.»

Der Idee von Pavegen liegt die «Gamification of Life» zugrunde. «Menschen animiert man zur Weiterentwicklung, indem man Belohnungssysteme kreiert, unmittelbares Feedback anbietet, den Umgang mit abstrakten Werten anfassbar macht», sagt Kemball-Cook. Man macht einen Schritt, eine Lampe geht an. Nach dem Spaziergang über ein Pavegen-Feld per App selbst entscheiden, wohin die neu generierte Energie fliesst, zum Beispiel in die Beleuchtung der Aussenfassade des Lieblingscafés oder als Spende für einen guten Zweck?

Das praktische Triangelmodell von Pavegen basiert auf einem Steckmodulprinzip. Es ist leicht zu warten, verursacht wenig Kosten und verfügt über eine Garantie von 20 Jahren. Smarte Technik und ein elegantes Design gehen für den Designer Hand in Hand. Alle Pavegen-Systeme enthalten kleine Bluetooth-Sender (sog. Beacons), die Daten zur Bewegung über ihnen festhalten. So können sie Aufschluss über «Fussgänger-Rush-Hours», aber auch über Konsumentenverhalten geben. Die Bodenplatten wurden 2017 an der Bird Street verlegt, einer Seitenstrasse der Oxford Street, und machten sie zu Londons erster Smart Street. Theoretisch können auch Fahrzeuge mit dem Druck, den sie beim Stoppen auf dem Strassenbelag erzeugen, Energie generieren. Die nachhaltige «Gamification» von Mobilität: Kann eine Vision mehr Charisma haben?