• A4 Avant g-tron
    A4 Avant g-tron

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 4.3–3.8 l/100 km CNG | Benzin 6,5–5,5 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 117–111 g/km CNG | Benzin 147–139 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi A4 Avant g-tron bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • A5 Sportback g-tron
    A5 Sportback g-tron

    Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 4.3–4.1 l/100 km CNG | Benzin 6,4–6,1 l/100 km

    CO2-Emissionen*: 115–111 g/km CNG | Benzin 147–139 g/km

    Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi A5 Sportback g-tron bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr bestellbar. Aktuelle Gebrauchtwagen finden Sie bei Ihrem Audi Partner.

  • Audi g-tron Modelle

Warum glaubt Audi an die nachhaltige Stadt?

Die dänische Hauptstadt gilt nicht nur als eine der lebenswertesten Städte, sie will bis 2025 auch die erste CO2-neutrale Metropole der Welt werden.

Text: Daniela Schröder, Foto: Benne Ochs

20 Minuten, das ist der Massstab.

Bei der Suche nach einer neuen Wohnung und beim Entscheid für einen anderen Job. Wenn es um die coolste Bar für einen Drink geht und um das perfekte Restaurant für den Wochenend-Brunch. «In Kopenhagen dauert alles nur 20 Minuten mit dem Velo», sagt Mikael Colville-Andersen und schwingt sich von seinem weissen Rennvelo. Seit einigen Jahren ist Colville-Andersen Dänemarks oberster Velo-Lobbyist. Für fast 100 Städte in aller Welt hat seine ­Beratungsfirma ein Velowegsystem entworfen, darunter Dublin und Detroit. «Kopenhagen nimmt das Thema Velofahren ernster als alle anderen Städte», sagt er. «Hier ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine Infrastruktur geschaffen worden, die das Velo zu einem attraktiven, wettbewerbsfähigen Transportmittel gemacht hat.»

Mehr als 8000 Velofahrer nutzen täglich die Verbindung über die Cykelslangen, die berühmte geschlängelte Brücke über das innere Hafenbecken Kopenhagens mit dem orange eingefärbten Zweirichtungsveloweg.

«City of Cyclists» nennt sich die dänische Hauptstadt stolz. Auf «Lebenswerteste Städte der Welt»-Listen stets weit oben platziert, will Kopenhagen auch beim Thema Umwelt ein Vorreiter sein: Im Jahr 2025 soll die Stadt die erste CO2-neutrale Metropole der Welt sein. Was nicht bedeutet, dass die Einwohner dann gar kein klimaschädliches Kohlendioxid mehr verursachen. Es geht darum, neben dem Vermeiden von CO2 den Ausstoss des Klimagases an einer Stelle durch Umweltfreundlichkeit an anderer Stelle auszugleichen. Verkehr, ­Gebäude, Energie, Wasser – die gesamte Stadtentwicklung ist auf das Ziel «grün und sauber» ausgerichtet. Seit 2005 sind die CO2-Emissionen in Kopenhagen um 38 Prozent gesunken, bis 2025 will die Stadt weitere 900000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Ein ambitioniertes Ziel. Doch die grosse Mehrheit der Kopenhagener steht hinter dem Plan, 87 Prozent finden es gut, dass ihre Stadt CO2-neutral werden soll. Ausserdem gehe es nicht allein da­rum, die Lebens­qualität in der Stadt zu verbessern, ar­gumentiert Morten Kabell, Kopenhagens Bürgermeister für Technik und Umwelt. Sein Fazit: «Mit unseren Klimainitiativen wollen wir eine international führende Rolle einnehmen und andere Städte dazu inspirieren, Ähnliches zu tun.»

Kopenhagen wächst.

Für 2025 rechnen die Behörden mit einem Plus von 27 Prozent bei den Velofahrern und einem Zuwachs von 20 Prozent bei den Automobilen, vor allem in den Vororten. Um die selbst gesetzten Klimaziele zu erreichen, baut Kopenhagen die Infrastruktur für alternative Antriebsarten aus: Ladestationen für Elektroautos, Wasserstofftankstellen, reduzierte Parkgebühren für Besitzer von Fahrzeugen mit neuen Antrieben. Die Behörden selbst gehen mit gutem Beispiel voran: 64 Prozent des Verwaltungsfuhrparks tanken bereits Wasserstoff oder Strom, neue öffentliche Busse müssen statt Diesel- einen Elektroantrieb haben.

Die Dänen sind bekannt für schlichtes, schönes Design, das zugleich funktional ist. Wobei funktional mittlerweile bedeutet: Das Gebäude ist grün. «Überall, wo eine neue Wohn- oder Geschäftsimmobilie entsteht, geht es um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit», Thue Borgen Hasløv vom Kopenhagener Architektenbüro C.  F. Møller. Das Architekturbüro plante den Maersk Tower: Im Januar 2017 eröffnet, gilt er als modernstes Bauwerk einer Bildungseinrichtung in Dänemark. Vollgepackt mit Energiespartechnik, verkleidet mit flügelartigen Kupferplatten. Sie folgen dem Stand der Sonne und sorgen für Schatten – eine Klimaanlage ohne Strom. Auch hier geht Kopenhagens Verwaltung mit gutem Beispiel voran: Bis 2025 soll der Energieverbrauch von öffentlichen Gebäuden wie etwa Schulen um 40 Prozent sinken. Zugleich gehört das Energieerzeugen zum Plan: Mehr als 60000 Quadratmeter Solarmodule will die Stadt in den nächsten Jahren auf ­öffentlichen Gebäuden installieren. Das entspricht der Fläche von rund acht Fussballfeldern.

«MIT UNSEREN KLIMAINITIATIVEN WOLLEN WIR ANDERE STÄDTE INSPIRIEREN.»

Die Aussenhülle der Copenhagen International School etwa besteht aus 12000 Solarplatten, sie erzeugen 60 Prozent der von ihr konsumierten Energie. Eine Schule mit inte­griertem Kraftwerk. Auf dem Dach wachsen viele Arten von Grün – ein weiterer Baustein der CO2-Strategie. Kopenhagen hat für Neubauten eine Gründach-Vorschrift erstellt, 20000 Quadratmeter bepflanzte Dachfläche gibt es bereits, jedes Jahr sollen 5000 Quadratmeter dazukommen. Bei allen Klimaprojekten der Stadt machen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft von Anfang an gemeinsame Sache: Die Technische Universität Dänemark und Kopenhagens kommunaler Energieversorger entwickeln innovative Technologien für grüne Gebäude; beim Erforschen künf­tiger Energiesparmethoden kooperieren die Behörden mit den grössten Bau- und Immobilienfirmen der Stadt, mit natio­nalen und internationalen Telekommunikationsanbietern.

Der Audi A3 Sportback e-tron mit Plug-in-Hybridantrieb ist ein praktisches Alltagsfahrzeug für Metropolen wie Kopenhagen. Er bietet bis zu 50 Kilometer elektrisches Fahren im Stadtverkehr sowie hohe Reichweite und Dynamik auf Tour dank des kraftvollen Vierzylinder-Verbrennungsmotors.

Die Aussenhülle der Copenhagen International School etwa besteht aus 12000 Solarplatten, sie erzeugen 60 Prozent der von ihr konsumierten Energie. Eine Schule mit inte­griertem Kraftwerk. Auf dem Dach wachsen viele Arten von Grün – ein weiterer Baustein der CO2-Strategie. Kopenhagen hat für Neubauten eine Gründach-Vorschrift erstellt, 20000 Quadratmeter bepflanzte Dachfläche gibt es bereits, jedes Jahr sollen 5000 Quadratmeter dazukommen. Bei allen Klimaprojekten der Stadt machen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft von Anfang an gemeinsame Sache: Die Technische Universität Dänemark und Kopenhagens kommunaler Energieversorger entwickeln innovative Technologien für grüne Gebäude; beim Erforschen künf­tiger Energiesparmethoden kooperieren die Behörden mit den grössten Bau- und Immobilienfirmen der Stadt, mit natio­nalen und internationalen Telekommunikationsanbietern.

Der Windpark Middelgrunden ist der weltweit erste kommerzielle Meereswindpark und liegt nur 3,5 Kilometer vor Kopenhagens Küste. 10 der 20 Windräder gehören 8600 privaten Anteilseignern.

Früh an die Umwelt dachten die Kopenhagener auch bei der Produktion von Energie. Vor Amager, an Kopenhagens Stadtrand, steht ein Riesenbauwerk im Wasser, auf das nicht allein die Kopenhagener stolz sind, sondern ganz Dänemark: Middelgrunden, 20 Windräder, der weltweit erste kommerzielle Meereswindpark, nur dreieinhalb Kilometer vom Strand entfernt. Als in den 70er-Jahren die Ölpreise explodierten und die In­dustrieländer Energie­alternativen suchten, entschied sich die dänische Regierung gegen Atomkraft und investierte stattdessen in Windkraft. Middelgrunden wurde nicht nur zum nationalen Symbol des grünen Wandels, es war auch das Vorbild für Partnerschaften zwischen Energieversorgern und Bürgern. Der Offshore-Windpark ist als kommunale Kooperative organisiert, ein in Dänemark traditionelles Wirtschaftsmodell, das sich auch heute durch sämtliche Sektoren zieht. Die Windfarm liefert gut vier Prozent des Stromkonsums von Kopenhagen, Tendenz steigend.

Noch verursacht das Produzieren von Strom und Wärme den Grossteil der CO2-Emissionen Kopenhagens. Was zugleich bedeutet: Hier steckt das grösste Sparpotenzial. 80 Prozent des Gesamtziels will die Stadt mit dem Ausbau neuer Energieformen erreichen: mit Windkraft und Solarenergie, vor allem aber durch das Ersetzen von Kohlekraft mit erneuerbarer Biomasse. Zwei Kraftwerke verfeuern künftig ausschliesslich Holzpellets, nach dem Prinzip «Abfall zu Energie» versorgt eine neue Müllverbrennungsanlage bereits Tausende Haushalte der Stadt mit Wärme und Strom.